Ein persönlicher Rückblick auf die 36. CPM

[ 09/17/2021 ]

Nach drei Saisons (Februar 2020) war es erstmals für viele internationale Gäste wieder möglich, die CPM im Herzen Moskaus zu besuchen. Dies galt auch für Philipp Kronen, Managing Partner des sogenannten Co. Organizers der CPM. Lediglich mit einem PCR Test ausgestattet ging es an Bord eines nagelneuen Airbus 321 der stattlichen Fluglinie Aeroflot von Düsseldorf nach Moskau (früher bis zu vier Mal am Tag, heute immerhin täglich) spürte er so etwas wie Aufbruchstimmung und diese wurde bei Ankunft am Flughafen Scheremetjewo am brandneuen Terminal C noch einmal deutlich unterstrichen. Eine beeindruckende Halle mit riesigen Bildschirmen sowie modernsten Restaurants etc. sowie einem Einreisebereich mit mehr als 25 Passkontrollstellen (selbstredend alle besetzt) empfingen die Reisenden. Dies alles konnte auch der sich mit an Bord befindliche Stefan Lange von Brax unbedingt bestätigen. Er war auf dem Weg zum Showroom von Brax, aber selbstverständlich besuchte er auch die CPM, um sich persönlich von den dortigen Entwicklungen zu überzeugen.
Als Philipp Kronen dann am ersten Tag der Messe pünktlich um 10.00 Uhr in einer langen Schlange die CPM betrat, war die Freude groß. Ihm wurde eine überaus große, ehrliche Wertschätzung seiner partnerschaftlichen Kollegen der Messe Düsseldorf Moscow OOO entgegengebracht. Schließlich hatte man sich de facto 18 Monate nur in Zoomcalls getroffen, ein Medium, dass zunächst alle schätzen gelernt hatten, nun aber von allen zusehends “verflucht” wurde. Auch diverse ausländische Kollegen freuten sich untereinander sehr über das Wiedersehen und genossen regelrecht den usch in den fein gestalteten (VIP -)Areas der CPM.

Überhaupt, die CPM: nicht wieder zu erkennen. Befand sich doch kein Aussteller mehr an dem Platz, den er vor der Krise innehatte. Die russischen Aussteller waren unisono in die ehemaligen Hallen der Türkei und Italiens umgezogen und erfreuten sich hoher Frequenz (Halle 2). Aber auch die Türkei mit ihrem Verband ITKIB belegte mit 104 Ausstellern gleich zwei ganze Hallen (8.1 und 8.2); Hallen, in denen zuvor die CPM Premium und Teile der Franzosen mit der Federation Francaise untergebracht waren.

Und die Deutschen? Sie waren scheinbar unverändert in der Halle Forum, aber eben nur scheinbar. Aufgrund ihres geringeren Erscheinens teilten sie ich diese wunderbare Halle mit den Italienern, den Franzosen, den Dänen und den Griechen. Und so wurde aus der Not eine Tugend und alle sprachen auf der Messe nur noch von der sogenannten Europäischen Halle; ein Umstand, der einfach allen Ausstellern in dieser Halle zugutekam. So zugutekam, dass sich die Veranstalter um Thomas Stenzel (CEO Messe Düsseldorf Moskau) und Philipp Kronen (Managing Partner Igedo Company) schon intensive Gedanken machen, wie sie die wachsende Nachfrage sinnvoll und im Sinne der Aussteller bedienen können. Und Stefan Lange (Brax)? Er denkt natürlich darüber nach, ob ein Showroom alleine in Moskau ausreicht oder eben doch eine Fläche in der Europäischen Halle gesichert werden sollte (Achtung: Anmeldeschluss Made in Germany ist der 08.11.2021). Roeckl (Herr Waldemar Gerbst) fährt diese Strategie bereits mit Erfolg.

Okay, einige Hallen blieben leer (Halle 7) und das Reiche der Mitte (China) aus verschieden Gründen der Messe gleich ganz fern. Auch gab es keine große Catwalkarea mehr (in diesen Zeiten schwer dazustellen), aber in Summe war es endlich wieder eine richtige Messe. Und nur wer vor Ort war, der wird wissen, was es heißt: eine richtige Messe. Im Februar 2022 wird es vielleicht sogar noch besser werden, denn viele Aussteller in Europa lassen sich berichten, was sie verpasst haben, um sodann überlegen, was zu tun ist.
So oder so darf man schon jetzt gespannt sein auf CPM 37, denn auch dann wird man wieder von einer richtigen Messe sprechen, so viel ist sicher!

Statistische Zahlen gibt es natürlich auch:
7 Hallen, 650 Brands, 13.000 Besucher

Nächste CPM: 21.02. – 24.02.2022 in Moskau

gez. P. Kronen, Managing Partner Igedo Company